Wie können Digitalisierung und zeitgemäße Gebäudetechnologien zu einer komfortableren, technisch assistierten Lebensführung beitragen und dabei auch Diagnostik und Rehabilitation begleitend unterstützen? Was ist erforderlich, um zukünftig die Vorstellung der Wohnung als dritten Gesundheitsstandort – neben Arztpraxis und Krankenhaus – real werden zu lassen?

Beim Online-Aktionstag „Gebäudedigitalisierung für die Wohnungs- und Gesundheitswirtschaft“ am 19. Mai 2020 standen diese Fragestellungen im Mittelpunkt. Veranstalter waren die Wirtschaftsförderung Sachsen, der WohnXperium e. V., die SmartHome Initiative Deutschland und EBH AG. Rund 50 Akteure aus den Bereichen Medizintechnik, Gesundheitsberufe, Sozialwirtschaft, Handwerk, Versorger, Wohnungswirtschaft, Planer, Architekten und Bauwirtschaft haben sich über Ideen und Lösungsansätze ausgetauscht. Zentrale Themen waren Gebäudeautomation und -ausstattung, Sprachsteuerung und Notrufsensorik, Assistenzsysteme sowie deren kosteneffiziente Implementation.

In Sachsen finden sich viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Hochtechnologie-Branchen wie Mikroelektronik, Sensortechnik und IT. Zudem gibt es in Chemnitz mit dem WohnXperium das bundesweit einzigartige Test- und Versuchszentrum für modulare Wohnumgebungen. Ziel ist es nun, die verschiedenen Akteure noch enger zu vernetzen, ihre Kompetenzen miteinander zu verknüpfen und ein Querschnittscluster „Gesundheitsstandort Wohnung“ entstehen zu lassen.